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Freizeit in Kilchberg

Bericht Bundesfeier 2007

Kilchberg Grossaufmarsch und Wetterglück beim Fest zum Nationalfeiertag auf dem Breitloo.

Kompromiss suchen und Toleranz üben

Die traditionelle Feier, ein ebenbürtiges musikalisches Rahmenprogramm und ein perfektes Feuerwerk und Höhenfeuer machten den Abend zu einem Erlebnis.

Petrus muss ein Schweizer sein, an diesem Tag bescherte er der feiernden Schweiz himmlisches Wetter. Und auch der Abend liess in dieser Hinsicht nichts zu wünschen übrig.
Ab 17 Uhr war der Festplatz Breitloo gerüstet für die Festgemeinde. Und die Leute kamen in Scharen, schätzungsweise an die tausend Personen trafen auf dem Gelände ein. Kein Wunder, dass man praktisch den ganzen Abend für die Grillwürste Schlange stehen musste. Ein Umstand, den alle ohne Murren gerne in Kauf nahmen, ergab sich doch bei der Wartezeit die Gelegenheit, alte Freunde und Nachbarn wieder zusehen und ein bisschen zu tratschen und zu klatschen. Wie alle Jahre schmeckte die Bratwurst, die von der Gemeinde gesponsert wird, einfach ausgezeichnet und sie gehört zur Feier wie die Lampions, die Kracher, die Festrede oder feuerspeienden Zuckerhüten.

Legendäre «Harlem Ramblers»

Zu Beginn des Abends spielten die «Harlem Ramblers» auf, die das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss. Die legendäre Band, die in wechselnder Besetzung seit über 40 Jahren besteht, geniesst in Zürich und in näherer und weiterer Umgebung einen ausgezeichneten Ruf. Auch dieses Jahr pilgerte eine kleine Fangemeinde eigens aufs Breitloo, um «ihre» Lieblingsmusiker wieder einmal live zu erleben. Das Festzelt, das rund 300 Personen Platz bietet, war voll, die Stimmung kochte und wie üblich mussten die Musiker einige Zugaben geben.
Für die Einstimmung auf den Festanlass sorgte die 101 Jahr junge Harmonie unter der Leitung von André Meier. In gewohnt professioneller Manier versetzten die Musikantinnen und Musikanten das Publikum in Festlaune mit traditionellen Märschen sowie modernen und bekannten Musical- und Filmmelodien.
Peter Suter, Präsident des Ortsvereins und des Organisationskomitees bedankte sich bei allen, die zum guten Gelingen des Abends viele Vorarbeiten geleistet haben oder während der Feier zum Rechten schauten. Dazu gehörten das Strassenwesen, die Feuerwehr, die Samariter und die Spose Kilchberg.
Im Anschluss kündigte Gemeindepräsident Hans-Ulrich Forrer den 1.-August-Redner an.

Gemeinsam nach Lösungen suchen

Peter Hösly löste seine Aufgabe mit Bravour. Er schlug in seiner Rede vor, dass man sich einmal im Jahr mit dem Verhältnis zu seinem Land auseinander setzen sollte. Er erklärte: «Frei nach John F. Kennedy: Verlangen Sie nicht nach dem, was die Schweiz für Sie tun kann – sondern fragen Sie, was Sie für die Schweiz tun können.» Am Schluss seiner interessanten, akzentuierten Rede rief er das Publikum auf, mehr Kompromissbereitschaft zu zeigen und ausgewogene Lösungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu finden. «Denn, nur miteinander werden wir es schaffen, und dazu braucht es gegenseitigen Respekt, Akzeptanz und Toleranz.»

Farbenprächtiges Feuerwerk

Nachdem die Harmonie nochmals aufspielte – und ganz patriotisch – die Festgemeinde die Nationalhymne gesungen hatte, wurde endlich das Feuerwerk gezündet. Ganz zur Freude und im Sinn des Publikums, musste man doch letztes Jahr auf diesen Genuss verzichten. Und dieses Feuerwerk entpuppte sich als ein farbenprächtiges Spektakel und die Anwesenden schauten verzückt den fallenden Sternchen und Glanzpünktchen nach. Nachdem auch noch das Höhenfeuer entzündet wurde und der noch fast volle Mond seine Bahn über den Himmel zog, ging ein wunderbarer 1. August-Abend zu Ende.

Erika Bedick Strub

 

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