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Kilchberg stellt sich vor

Kilchbergs Ehrenbürger und Ständige Ehrengäste im C. F. Meyer-Haus

Immer wieder haben hervorragende Persönlichkeiten in unserer Gemeinde gelebt und gewirkt. Unter ihnen hat der Gemeinderat einige mit dem Titel eines Ehrenbürgers, eines Bürgers ehrenhalber oder eines Ständigen Ehrengasts im C. F. Meyer-Haus ausgezeichnet. Die Liste der so Geehrten umfasst bereits über zwanzig Namen.

Zwei Ehrenbürger

Vor über hundert Jahren hat die Gemeinde Kilchberg zwei Mitbürgern das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Conrad Ferdinand Meyer  1825-1898

1895   Einer der bedeutendsten Dichter der Schweiz, vor allem bekannt als Lyriker und Autor von Novellen und Romanen. Er lebte von 1875 bis zu seinem Tod in Kilchberg. Im "Conrad Ferdinand Meyer-Haus" an der Alten Landstrasse 170, das heute der Gemeinde gehört, ist sein Arbeitszimmer zu besichtigen, indem er während rund 20 Jahren tätig war.

Johann Caspar Scheller  1838-1923

1899   Johann Caspar Scheller, geboren im Mönchhof, wirkte als Pfarrer in Wädenswil, Dürnten und ab 1890 in Kilchberg, wo er das herrschaftliche Haus an der Alten Landstrasse 160, das heute der Gemeinde gehört, erbauen liess. Er war Kantonsrat, kantonaler Kirchenratspräsident und Verfassungsrat. Für seine kirchengeschichtlichen Forschungen wurde ihm von der Universität Zürich das Ehrendoktorat verliehen.

Bürgerrecht ehrenhalber

Später ging der Gemeinderat dazu über, hervorragende Kilchberger Persönlichkeiten mit dem "Bürgerrecht ehrenhalber" auszuzeichnen.
Dies waren:

Prof. Dr. Ernst Hafter  1876-1949

1948   Professor und Rektor der Universität Zürich, Präsident des zürcherischen Kassations- und des eidgenössischen Militär-Kassationsgerichts, Verfasser des eidgenössischen Militärstrafgesetzes von 1927 und des während Jahrzehnten massgebenden Lehrbuchs des schweizerischen Strafrechts.

Gottlieb Binder  1876-1957

1954   Während seiner 37jährigen Tätigkeit als Lehrer in Kilchberg betrieb er kulturhistorische Studien und verfasste Heimatbücher und Chroniken, darunter die herausragende "Geschichte der Gemeinde Kilchberg".

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Die "Ständigen Ehrengäste im C. F. Meyer-Haus"

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schuf der Gemeinderat eine einzigartige Institution: die "Ständigen Ehrengäste im Conrad Ferdinand Meyer-Haus" – ein Titel, der sich mit einer Ehrenbürgerschaft vergleichen lässt.

Nach den Richtlinien des Gemeinderats können als "Ständige Ehrengäste im C. F. Meyer-Haus" Kilchbergerinnen und Kilchberger ernannt werden, die sich um die öffentlichen Interessen von Kilchberg besondere Verdienste erworben oder sich in Wissenschaft, Politik, Kunst oder Wirtschaft durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet haben. Ihnen steht auf Lebenszeit Gastrecht im C. F. Meyer-Haus zu.

Die siebzehn bisherigen "Ständigen Ehrengäste" sind:

Dr. Hans Streuli †

1957   Bundespräsident, vormals Finanzdirektor Kanton Zürich. Massgeblicher Beitrag zur Erhaltung des C. F. Meyer-Hauses im Besitz der Gemeinde Kilchberg als Kulturgut und Denkmal des grossen Dichters.

Ernst Nyffenegger †

1963   Gemeindepräsident 1938 – 1954. Mithilfe beim Erwerb des C. F. Meyer-Hauses mit einhelliger Zustimmung des Gemeinderates und einer grossen Mehrheit der Abstimmenden.

Adolf Hanslin †

1967   Oberstkorpskommandant. "Ein hoher militärischer Führer, der vornehme Gesinnung und menschliche Haltung mit militärischer Disziplin und Strenge zu verbinden wusste."

Albin Heimann

1967   Ständerat. "Aus Anerkennung seiner grossen Verdienste um unser Land und Volk, namentlich seines positiven und erfolgreichen Einsatzes für eine gesunde Volkswirtschaft."

Dr. Hans Conzett †

1967   Nationalratspräsident. Dank seinem Einstehen wurde der Abbruch des "Oberen Mönchhofs" verhindert und die Liegenschaft dem Heimatschutz unterstellt.

Dr. Bruno Herzer †

1974   Gemeindepräsident 1954 – 1974. "Hohe und vielseitige Verdienste um unsere Gemeinde, besonders hinsichtlich des Altersheims und der ortsgeschichtlichen Sammlung im C. F. Meyer-Haus".

Albert Naegeli-Zoebeli †

1976   33 Jahre öffentliche Ämter. Wegbereiter und Mitbegründer der Stiftung Altersheim. Fürsorge für Menschen, die eher die Schattenseiten des Lebens erfuhren.

Theodor Spühler †

1978   Lokalhistoriker. Gestaltete und führte während 35 Jahren die ortsgeschichtliche Sammlung. Bleibende Verdienste um das Kulturgut der Gemeinde.

Dr. Rudolph R. Sprüngli

1980   VR-Präsident der Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli. "In Würdigung seiner Verdienste um unsere Volkswirtschaft sowie auf Grund seiner Verbundenheit mit Kilchberg."

Hans Gräub †

1986   Gemeindepräsident 1974 – 1986. "Mit grossem Einsatz führte er die Ortsplanung für Kilchberg und die Sicherstellung der Freihaltegebiete zum erfolgreichen Abschluss."

Prof. Golo Mann †

1989   Historiker. "In Würdigung seiner Verdienste als Historiker, politischer Publizist und literarisch-historischer Biograph sowie seiner Verbundenheit mit Kilchberg."

Margret Paur-Herzog †

1992   Gründerin und Leiterin des Kilchberger Frauentreffens. "Sie schufen eine neue Form der Begegnung begründeten damit eine Vielzahl von Institutionen."

Martin Hafter

1995   Gemeinderat und 35jährige Behördentätigkeit. Schenkung der neuzeitlich konzipierten Gemeindebibliothek an die Gemeinde; finanzielle Unterstützung kultureller Institutionen.

Dr. Karl Kobelt

1998   Gemeindepräsident 1986 – 1998. Einsatz für umfassende Altershilfe und Alterspflege, eine vernünftige Ortsplanung und die Neuausrichtung des Landwirtschaftsbetriebs "Uf-Stocken".

Martin Fehle

2001   Verwaltungsrat der Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli und 43 Jahre ehrenamtliche Behördentätigkeit. Setzte sich dafür ein, dass L&S dem Standort Kilchberg treu blieb. Schenkte dem Conrad Ferdinand Meyer-Haus einen grossen Teil des wertvollen Einsiedler Porzellan-Services.

Dr. Beat Neuhaus

2001   Gemeinderat, Bezirksrat sowie Stiftungsrat und Stiftungsratspräsident des Krankenhauses Sanitas. Insgesamt 35 Jahre ehrenamtliche Behördentätigkeit. Setzte wesentliche Akzente zur Entwicklung der Gemeinde und des Krankenhauses Sanitas.

Reto Jegher

2004   Gemeinderat und Präsident Stiftung Alterszentrum Hochweid. Arbeitete massgeblich an der Bauzonenordnung 1985 mit. Entwickelte das Alterszentrum zu einer vorbildlichen Institution.

Dr. h.c. lic. iur. Verena Bräm

2009    Langjähriges Mitglied der ev.-ref. Kirchenpflege und als Stimmbürgerin vielseitiges politisches Engagement in Kilchberg. Ferner hervorragende beruflichen Leistungen als Oberrichterin mit gesamtschweizerischer Bedeutung für die Rechtswissenschaft.

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