Kilchberg stellt sich vorAktuelle Projekte
Erschliessungsarbeiten im Gebiet BreitlooGemäss heute gültigem Zonenplan aus dem Jahr 1995 kann das Gemeindegebiet Breitloo im Rahmen einer "Wohnzone W1 mit Gestaltungsplanpflicht" überbaut werden. Diese Einzonung wurde vom Souverän 1999 an der Gemeindeversammlung vom 23. März und Urnenabstimmung vom 24. Oktober bestätigt. Ab 18. Juni 2007 bis Mitte 2008 wird das Gebiet nun erschlossen. Bauherrschaft und zuständige Gemeindebehörden legen grossen Wert auf eine möglichst umfassende Orientierung der Bevölkerung über die Erschliessungsarbeiten im Gebiet Breitloo. Bis Mitte Jahr 2008 werden Erschliessungsstrassen sowie Leitungen für Frisch-, Ab- und Meteorwasser, Leitungen für die Strassenbeleuchtung und die Versorgung mit Strom, Telefon und Kabelfernsehen erstellt. Aus Rücksicht auf die Bevölkerung, vor allem auf die Anwohnerinnen und Anwohner, haben Gemeinde und Bauherrschaft folgende Absprachen getroffen: Der morgendliche Arbeitsbeginn erfolgt nach den ordentlichen Arbeitszeiten, d.h. von 07:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 19:00 Uhr. Der Baustellenverkehr erfolgt via Zwängiweg und Lettenstrasse. Die Strassenbreite der Stichstrasse bis zum Kehrplatz wird auf 4,5 Meter (plus 1,5 m Trottoir) beschränkt. Die übrigen Strassen werden 5,0 bzw. 6,0 Meter breit, da sie als Begegnungszone besonders gestaltet werden. Das gemeindeeigene Gebiet im Breitloo, insbesondere der Festplatz für die Bundesfeier wird optisch abgegrenzt und durch die Bauarbeiten nicht tangiert werden. Die Wanderwege werden auch während der Bauphase beibehalten. Die Entsorgungsanlagen für die Quartierbevölkerung können wie bis anhin benutzt werden. Damit die Zufahrt zum Emilienheim während der ganzen Zeit der Erschliessungsarbeiten gewährleistet bleibt, erfolgen die Werkleitungsbauten beim Emilienheim erst dann, wenn das neue Strassen- und Wegnetz als Ersatzzufahrt benützt werden kann. Sowohl der Bauherrschaft als auch den zuständigen Gemeindebehörden ist es ein wichtiges Anliegen, die Bevölkerung über die Erschliessungsarbeiten im Gebiet Breitloo möglichst umfassend zu orientieren. Zu diesem Zweck erhalten die Anwohnerinnen und Anwohner detaillierte Informationen über das Bauvorhaben. Pläne, Baubeschrieb sowie Organisation und Zeitplan des Bauablaufes können zudem ab 18. Juni 2007 bei der Baustelle und im Gemeindehaus eingesehen werden. Kilchberg, 13. Juni 2007 Weitere Auskünfte erteilen: Vorzeitiger Baubeginn Erschliessung Breitloo - Entschuldigung der BauherrschaftGebiet Breitloo: Bauherrschaft entschuldigt sich für vorzeitige Baustelleneinrichtung Die Ende Mai erfolgte vorzeitige Baustelleneinrichtung für die Erschliessung des Breitloos hat sowohl in der Kilchberger Bevölkerung als auch im Gemeinderat Erstaunen ausgelöst. Anlässlich einer am vergangenen Dienstag durchgeführten Sitzung zwischen den zuständigen Gemeindeinstanzen und der Bauherrschaft hat sich nun deren Vertreter in aller Form für diesen Fauxpas entschuldigt. Geplant war der Beginn der Arbeiten zur Erschliessung des Breitloos am 18. Juni 2007. Gemäss Absprache zwischen der Gemeinde und der Bauherrschaft waren vor diesem Termin eine Sitzung zwischen den zuständigen Gemeindeinstanzen und Vertretern der Bauherrschaft zur Erörterung noch offener Fragen sowie eine Orientierung der Öffentlichkeit vorgesehen. Die vereinbarte Sitzung fand nun am vergangenen Dienstag statt. Während dieser entschuldigten sich die Vertreter der Bauherrschaft für die bereits ausgeführte Baustelleninstallation. Der beauftragte Unternehmer hat diese Vorarbeiten entgegen den Weisungen der Bauleitung und ohne vorgängige Information ausgeführt. An der Sitzung wurde ausserdem vereinbart, die Bevölkerung noch vor dem 18. Juni über die Erschliessung des Breitloos umfassend zu orientieren. Mit Bezug auf die künftige Überbauung ist folgendes festzuhalten: Das Gebiet Breitloo unterliegt gemäss Zonenplan der Gestaltungsplanpflicht. Ein entsprechender, konkreter Gestaltungsplanentwurf der Bauherrschaft ist bisher noch nicht eingegangen. Bei Vorliegen des Gestaltungsplanes ist zu prüfen, ob er den für Arealüberbauungen im betreffenden Gebiet geltenden Rahmen überschreitet. Ist dies der Fall, muss der Gestaltungsplan zwingend von der Gemeindeversammlung bewilligt werden. Hält sich der Gestaltungsplan an die Vorschriften für die Regelbauweise gemäss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde (BZO), so ist von Gesetzes wegen der Gemeinderat die zuständige Bewilligungsbehörde. Kilchberg, 7. Juni 2007 Weitere Auskünfte erteilen: Baubeginn Erschliessung BreitlooErschliessung Gebiet Breitloo: Baubeginn am 18. Juni 2007 Der Gemeinderat hat festgestellt, dass für die Erschliessung des Breitloos bereits vorzeitig Baustelleneinrichtungen erfolgt sind. In Kenntnis der Tatsache, dass im Breitloo im Zusammenhang mit der Erschliessung dieses Gebietes die private Bauherrschaft gemäss rechtskräftigem Quartierplan bereits erste Vorbereitungsarbeiten eingeleitet hat, sieht sich der Gemeinderat veranlasst, die Öffentlichkeit umgehend zu orientieren, was seitens der Behörden erst nach dem 6. Juni 2007 vorgesehen war. Für dieses Datum ist zwischen privater Bauherrschaft und Gemeinde eine Absprache, unter anderem auch zur Information der Öffentlichkeit im Hinblick auf den per 18. Juni 2007 vorgesehenen Baubeginn, vereinbart. Der Quartierplan, welcher die massgebenden Regelungen für die Erschliessung des Breitloo-Gebietes enthält, wurde vom Gemeinderat am 7. Dezember 2004 und von der Baudirektion des Kantons Zürich mit Verfügung vom 29. November 2006 genehmigt. Diese inzwischen rechtskräftige Verfügung wurde im Thalwiler Anzeiger am 14. Dezember 2006 sowie im Amtsblatt des Kantons Zürich am 15. Dezember 2006 amtlich publiziert und erlaubt den privaten Eigentümern lediglich, die strassenmässigen Erschliessungsarbeiten ohne weitere Baubewilligung auszuführen. Für die Überbauung des Gebietes ist unverändert ein Gestaltungsplan notwendig, wofür noch keine konkreten Gesuche eingereicht worden sind. Durch das Quartierplangebiet verläuft ein als geplant vorgesehener regionaler Wanderweg. Die Sicherung des dafür notwendigen Trassees ist im Quartierplan als Weg- bzw. Strassenparzelle sichergestellt. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Stockengutes war im übrigen bekannt, dass das Breitloo demnächst nicht mehr für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen wird. Kilchberg, 31. Mai 2007 Weitere Auskünfte erteilen: Westumfahrung Zürich - Massnahmen KilchbergWestumfahrung Zürich: Kilchberg will Schleichverkehr unterbinden Der gemeinderätliche Verkehrsausschuss will einen allfälligen Schleichverkehr auf Kilchbergs Strassen aufgrund der bis 2010 schrittweise in Betrieb genommenen Westumfahrung unterbinden. Er stellte dem Gemeinderat ein aktualisiertes Verkehrskonzept vor, das mit einfachen, doch griffigen flankierenden Massnahmen aufzeigt, wie je nach Verkehrsaufkommen der Fremdverkehr verhindert werden kann. In den letzten zwanzig Jahren wurden in Kilchberg verschiedene Verkehrsberuhigende Massnahmen schrittweise umgesetzt. Die von der Gemeinde beschlossene Einführung von Tempo-30-Zonen ist wegen eines Rekurses allerdings noch hängig. Trotzdem soll diese bewährte Politik mit dem aktualisierten Verkehrskonzept auch künftig weitergeführt werden. Der Focus liegt dabei auf der Unterbindung des drohenden Schleichverkehrs und die Beruhigung der Quartierstrassen. Nach der Inbetriebnahme der Westumfahrung Zürich und der Eröffnung des Uetlibergtunnels ist mit einem Anstieg dieses Schleichverkehrs auf Kilchbergs gemeindeeigenen Strassen zu rechnen. In einem aktualisierten Verkehrskonzept, welches in den letzten Monaten im Detail mit den verschiedensten zuständigen Gremien erstellt wurde, hat der Verkehrsausschuss dem Gemeinderat einfache, doch griffige flankierende Massnahmen unterbreitet, die je nach Verkehrsaufkommen etappenweise eingeführt werden können. Da die Gemeinde nur geringen Einfluss auf die Gestaltung von Kantons- und Bundesstrassen (Autobahnen) hat, sind diese auf die kommunalen Strassen, über welche die Gemeinde autonom und rasch entscheiden kann, ausgerichtet. Mögliche Szenarien nach der Inbetriebnahme der Westumfahrung Nach der Eröffnung der Westumfahrung ist bei einer allfälligen Überlastung der Autobahn Richtung Zürich damit zu rechnen, dass der Verkehr je nach Länge der Staus über die Ausfahrten Wollishofen, Thalwil oder Horgen abfliessen wird. Reicht der Stau bis zur Ausfahrt Wollishofen, fliesst der Verkehr entweder über die Albisstrasse oder über den Zwängiweg und die Hornhaldenstrasse zur Seestrasse ab. Sollte im Bereich der Ausfahrt Wollishofen/Albisstrasse der Verkehr stadteinwärts mit der vorgesehenen neuen Lichtsignalanlage dosiert werden, hätte dies für Kilchberg die unerwünschte Auswirkung, dass der Verkehr noch vermehrt über den Zwängiweg via Hornhaldenstrasse abfliessen würde. Sofern der Stau bis nach Thalwil reicht, könnte der Verkehr über verschiedene Routen, etwa via Ghei-/Dorfstrasse, Ghei-/Alte Landstrasse, Nidelbad-/Stockenstrasse oder nach Rüschlikon und Adliswil ausweichen. Sollte sich der Verkehr weiter als bis nach Thalwil stauen, fliesst er allenfalls ab der Ausfahrt Horgen über die Seestrasse ab. Sofern dort der Rückstau bis nach Kilchberg erfolgt, sind Ausweichrouten durch Kilchberg, beispielsweise durch die Böndler- bis Weinbergstrasse, denkbar. Vorgesehene flankierende Massnahmen Im Falle von Staus bei der Ausfahrt Wollishofen sind gemäss Verkehrskonzept folgende zwei Massnahmen vorgesehen:
Bei Staus bei der Ausfahrt Thalwil sind ebenfalls zwei Massnahmen vorgesehen:
Falls erforderlich, sieht das Verkehrskonzept weitere Massnahmen vor, so die Vermeidung von Ausweichrouten über die Böndler- und die Weinbergstrasse im Falle einer Überlastung der Seestrasse. Der gemeinderätliche Verkehrsausschuss ist überzeugt, dass Kilchberg dank den im aktualisierten Verkehrskonzept vorgeschlagenen Massnahmen über geeignete und rasch vollziehbare Verkehrsanordnungen verfügen würde, mit denen ein unerwünschter Schleichverkehr nach Inbetriebnahme der Westumfahrung Zürich unterbunden werden könnte, ohne die Einwohnerschaft Kilchbergs in erheblichen Masse zu beeinträchtigen. 8802 Kilchberg, 2. März 2007 Weitere Auskünfte erteilen: Der Waldrand am LättenhölzliIm nächsten Winter werden Spaziergänger und Nachbarn wohl mit gemischten
Gefühlen zusehen, wie am östlichen Waldrand beim Lättenhölzli (beim Emilienheim
oberhalb der Stockenstrasse) eine Anzahl vollkommen gesunder Bäume gefällt
werden. Was ist denn nur da wieder los, wo Kilchberg doch auf Gemeindeboden so
wenig Wald hat? Das wird man sich fragen. Vielerorts, wo der Wald an Landwirtschaftsland grenzt, bildet heute der Waldrand eine scharfe Grenze zum bewirtschafteten Boden. Hohe Bäume stehen gleich neben der kurz gemähten Wiese oder dem Getreidefeld. Da und dort liegt dazwischen noch ein Weg, der vielleicht gar asphaltiert ist. Auf dem offenen Land liegt noch Sonnenlicht, unter den Bäumen kommt gleich Waldesdunkel. Solche Waldränder sind menschengemacht und deshalb fehlt hier etwas. Nämlich ein Lebensraum für Kräuter, Büsche, und die auf sie spezialisierten Tiere. Von der Waldlichtung zum Waldrand Bevor die Menschen für Ackerbau und Viehzucht die Wälder rodeten, bedeckte
der Wald fast das ganze Mittelland. Aber diese Wälder waren nicht überall sehr
dicht. Grosse Säugetiere: Hirsche, Wildschweine und bis ins Mittelalter auch
Auerochsen, die Ahnen unserer Rinder, ästen in ihnen. Später trieben die
Menschen ihr Vieh hinein. Stürme und vom Blitz ausgelöste Feuer schufen
Lichtungen, auf denen Kräuter und Büsche wachsen konnten. Hier fanden Menschen
und Tiere Pilze und vielerlei Beeren und die Insekten holten Pollen und Honig
von den Blüten. Ein naturnaher Waldrand ist gestuft. Vor den hohen Bäumen, die den eigentlichen Wald darstellen, wachsen Büsche, die nach ihrer Zusammensetzung eigentlich eine halbe Hecke bilden Davor wächst eine Krautschicht, die viele Blütenpflanzen birgt. Der gestufte Waldrand: Schutz für den Wald Da ein naturnaher Waldrand keine schroffe Grenze zu Feldern und Wiesen
bildet, sondern eine schräge Linie hat, bietet er auch weniger Angriffsfläche
für starken Wind und Stürme. Die pralle Sonne dringt nicht zu den Stämmen der
hohen Bäume hindurch und schützt sie vor Sonnenbrand. Insekten und Kleintiere,
die nicht eigentlich dichten Wald brauchen, finden in der Kraut und
Strauchschicht Unterschlupf. Da versteckt sich der Hase, der auf den Feldern
Nahrung sucht und dort zu wenig sichere Schlupfwinkel hat. Der Igel verkriecht
sich für den Winterschlaf. Vielen Vögeln bieten die Büsche und die hohen Kräuter
bessere Nistmöglichkeiten als ein Wald von hohen Baumkronen. Wo es heute noch gestufte Waldränder gibt, sind sie immer noch attraktiv. An einem sonnigen Tag, wenn die wilden Rosen blühen, sich hier auf einer Bank auszuruhen, ist ein besonderes Vergnügen. Auf einer der eingerichteten Feuerstellen zwischen den Büschen seine Würste zu braten, im lichten Waldsaum Verstecken zu spielen oder mit Moos und kleinen Ästen eine Spielzeugwelt zu bauen, das kann einen ganzen Familiensonntag ausfüllen Doch in den letzten Jahren wirkt sich die Mechanisierung der Forst wirtschaft, die immer mehr Maschinen benutzt, auch auf die Bewirtschaftung der Waldränder aus: Man mäht nun oft maschinell bis an den Fuss der hohen Bäume heran, um jeden kleinen Flecken Kulturland auszunützen. Statt da und dort in Handarbeit wie früher ein paar Büsche auszulichten, wird jetzt mit spezialisierten Maschinen der Waldrand regelrecht ausrasiert. Das ist effizient und schnell, aber es trägt den natürlichen Gegebenheiten keine Rechnung. Für Tiere und Pflanzen ist eine solche Radikalkur katastrophal. Viele Insekten und Reptilien kommen nicht mit dem Leben davon. Durch Erfahrung lernen: Nachhaltige Waldnutzung
Doch man lernt aus schlechten Erfahrungen: Bäche und Flüsse werden wieder
renaturiert, weil man merkte, dass „Korrekturen“ wie man sie ihnen früher
angedeihen liess. Mehr Nachteile als Vorteile brachten. Neu angelegte
Buntbrachen und Blumenwiesen zwischen intensiv genutzten Feldern sollen einen
Ausgleich bringen und bedrohten Tieren und Pflanzen das Überleben sichern. Die Kilchberger Wäldchen – grüne Lungen Wir haben sehr wenig Wald in Kilchberg. Doch auch diese paar Wäldchen sind
wichtig als grüne Lunge und Freizeitorte. Hier werden nun im Rahmen nachhaltiger
Waldpflege die Waldränder naturnah gestaltet. Dazu sind Auslichtungen
unerlässlich. Weil Sträucher und Kräuter Licht brauchen, werden die hohen Bäume
am Waldrand gefällt. Dies wird, wie beim Emilienheim, etappenweise geschehen.
Dann wird man beobachten, was von selbst wächst, wird je nachdem, wo es nötig
ist, noch einheimische Sträucher setzen, damit ein vielfältiger Waldsaum
entsteht. Was zu sehr dominiert, wird zurückgestutzt, zum Beispiel Brombeeren,
die alles überwuchern, oder Hasel und Esche, zwei Pflanzen, die langsamer
wachsende Büsche verdrängen könnten. Am Waldrand herausgenommen wird auch, was
sich wieder zu hohen Bäumen auswachsen könnte, wie etwa der Ahorn, der überall
gern keimt. Hedi Wyss
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