Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler                

Der Buchsbaumzünsler ist ein aus Ostasien stammender Kleinschmetterling, der in der Schweiz erstmals 2007 registriert wurde. Seither hat er sich im Mittelland weitgehend etabliert und ist zu einem massiven Schädling geworden. Er kann durch Frass im Raupenstadium Buchsbäume zum Absterben bringen.

Buchsbaumzuensler_Falter_1.png Buchsbaumzuensler_Raupe_1.png

 

Erkennungsmerkmale
an der Pflanze deutliche Frassspuren, helle bräunliche Kotkrümel
Raupe gelb- bis dunkelgrüne Raupe; dunkle Kopfkapsel; schwarze, weiss eingerahmte Längsstreifen
Falter der nachtaktive Falter kann kaum beobachtet werden - eine wirksame Pheromonfalle zur Flugüberwachung ist momentan nicht erhältlich.

Erkennungsmerkmale
an der Pflanze deutliche Frassspuren, helle bräunliche Kotkrümel
Raupe gelb- bis dunkelgrüne Raupe; dunkle Kopfkapsel; schwarze, weiss eingerahmte Längsstreifen
Falter der nachtaktive Falter kann kaum beobachtet werden - eine wirksame Pheromonfalle zur Flugüberwachung ist momentan nicht erhältlich.
Erkennungsmerkmale
an der Pflanze deutliche Frassspuren, helle bräunliche Kotkrümel
Raupe gelb- bis dunkelgrüne Raupe; dunkle Kopfkapsel; schwarze, weiss eingerahmte Längsstreifen
Falter der nachtaktive Falter kann kaum beobachtet werden - eine wirksame Pheromonfalle zur Flugüberwachung ist momentan nicht erhältlich.

Bekämpfungsmassnahmen:

Alte Vorkommen sollten bereits ab März immer wieder sorgfältig kontrolliert werden. Sobald die ersten Raupen auftauchen, muss die Bekämpfung einsetzen.

Eine mechanische Bekämpfung ist für kleinflächig befallene Buchsbestände mit Larven in einem bereits fortgeschrittenen Stadium geeignet. Dabei sollten die Pflanzen regelmässig mittels starkem Wasserstrahl abgespritzt oder mit einem Stock abgeklopft werden. Die heruntergefallenen Raupen können anschliessend vom Boden aufgelesen werden.

Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist vor allem bei starkem oder grossflächigem Befall anzuraten. Es wird empfohlen, dazu eine Fachperson hinzuzuziehen. Einige Insektizide enthalten Pyrethroide. Dies sind hochwirksame Chemikalien, welche neben dem Buchsbaum­zünsler auch nützliche Insekten, Fische und Krebse gefährden. Da Umweltschäden nicht ausgeschlossen werden können, sollte der Einsatz von Insektiziden wohlüberlegt und zielgerichtet sein.

Beim Einsatz von Insektiziden ist darauf zu achten, dass die Buchspflanzen gleichmässig benetzt werden, insbesondere auch das Innere des Buchsbaumes. Ein relativ umweltschonendes Insektizid ist Delfin (Andermatt Biocontrol). Es wirkt als Frassgift spezifisch gegen junge Schmetterlingsraupen unter 1cm, weshalb Delfin nur während einer relativ kurzen Zeit nach dem Schlüpfen der Larven eingesetzt werden kann. Die Spritzung erfolgt mit 0.2% und sollte nach 12 Tagen erneut erfolgen. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Bestände nicht bei kaltem Wetter bespritzt werden, weil die Larven dann wenig fressen. Ein Insektizid, welches unabhängig von Temperatur und vom Larvenstadium wirkt, ist Kendo (von Syngenta, enthält ein Pyrethroid). Die empfohlene Spritzkonzentration ist 0.015%. Kendo ist allerdings ein Bienengift und darf nur ausserhalb des Bienenfluges (z.B. abends, frühmorgens oder an kühlen und bewölkten Tagen) mit der Hecke in Kontakt kommen.

Falls die Bekämpfungsmassnahmen fehlschlagen, kann der Buchsbaum alternativ durch einheimische Heckenpflanzen ersetzt werden. Geeignete Ersatzpflanzen sind Eibe, Liguster, Rotbuche oder Europäische Stechpalme. Diese Pflanzen bieten gegenüber gebietsfremden Arten wie etwa dem Kirschlorbeer den Vorteil, dass sie für viele einheimische Tiere Lebensraum bieten und so zu einem diversen Ökosystem beitragen.

 

Lesen Sie vor der Verwendung eines Insektizids die Gebrauchsanweisung und beachten Sie die Anweisungen des Herstellers! Überschüssige Spritzbrühe und Spülwasser, das bei der Reinigung von Geräten anfällt, auf keinen Fall ins Lavabo schütten, sondern als Sonderabfall entsorgen oder über bewachsenem Boden ausleeren, wo Mikroorganismen die Schadstoffe abbauen können. Restmengen von Insektiziden sind Sonderabfall und müssen der Verkaufsstelle, der kantonalen Sammelstelle oder den mobilen Sammlungen in den Gemeinden übergeben werden (genaue Informationen dazu sind im Abfallkalender der Gemeinde oder unter www.sonderabfall.zh.ch zu finden). Die Verkaufsstellen sind zur kostenlosen Rücknahme von Kleinmengen verpflichtet. Die Entsorgung im Kehricht oder via Kanalisation ist verboten.

 Entsorgung des befallenen Materials:

Abgestorbene Pflanzenteile, Raupen und Äste mit Eigelegen nicht kompostieren, weil sich der Buchsbaumzünsler dadurch weiter verbreiten kann. Das befallene Material in gut verschlossenen Kehrichtsäcken entsorgen. Da die Raupen Plastiksäcke durchbeissen können, ist es das Beste, die Kehrichtsäcke gleich anschliessend der Abfuhr mitzugeben.

Quelle: Merkblatt „Buchsbaumzünsler“ Baselstadt, Photos von Tim Haye, CABI