04.04.2017 - Feuerwehr- und Werkgebäude

 

Weiteres Vorgehen nach Sistierung des Projektes "Im Tal" / An-trag für einen Planungskredit

Was bisher geschah
An der Gemeindeversammlung vom 16. September 2014 genehmigten die Kilch-berg Stimmbürger einen Planungskredit von CHF 460’000 für den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrdepots und eines Werkhofes auf dem Areal des Schüt-zenhauses "Im Tal". Gemäss der damals abgegebenen Grobkostenschätzung wur-de das Projekt mit knapp CHF 9.5 Mio. veranschlagt.

Angesichts des anschliessenden Vorprojektes mit Kostenschätzung musste im Frühjahr 2016 zur Kenntnis genommen werden, dass die Gestehungskosten nicht die erwarteten CHF 9.5 Mio. sondern rund CHF 16 Mio +/- 15% betragen würden. Gestützt auf ein geologisches Gutachten wurden viel höhere Kosten für die Bau-grubensicherung des nahe der Autobahn zu liegen kommenden Gebäudes ange-führt. Zudem verteuerten das Untergeschoss, welches als überfahrbare Dachfläche ausgebildet werden sollte und eine unerwartet aufwändige Altlastensanierung das Projekt zusätzlich.

Diese neue Ausgangslage hatte den Gemeinderat dazu bewogen, die Projektierung zu sistieren und die geplante Urnenabstimmung vom September 2016 auszusetzen.
Gleichzeitig erteilte er der eingesetzten Arbeitsgruppe den Auftrag, sowohl das Pro-jekt "Im Tal" zu überprüfen als auch nach Alternativen zu suchen.

Was wurde geprüft?
Das Architektenteam vom Projekt „Im Tal“ überarbeitete das bestehende Projekt wei-ter und konnte durch eine Optimierung lediglich Einsparpotential von rund CHF 1 Mio finden. So müsste man mit Baukosten „Im Tal“ von rund CHF 15 Mio (+/- 15 %) rechnen.

Weitere Abklärungen im Bereich Feuerwehr: Im Herbst 2016 wurde eine Arbeits-gruppe ins Leben gerufen, mit dem Auftrag, eine vertiefte Zusammenarbeit bis hin zur Fusion der Feuerwehren Adliswil und Kilchberg-Rüschlikon zu prüfen. Die Ar-beitsgruppe präsentierte die Resultate anfangs März den Behördenvertretern von Kilchberg, Rüschlikon und Adliswil. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass eine Fusion mit gemeinsamem Depot aus einsatztechnischen Gründen keine Option darstellt. Zusätzlich birgt eine Fusion grosse Unsicherheiten im Bereich der zu erwartenden Mannschaftsbestände. Mit einem reduzierten Mannschaftskader käme eine fusionierte Feuerwehr an die Grenzen des Milizsystems. Weiter durfte aber auch zur Kenntnis genommen werden, dass eine engere Zusammenarbeit Synergien eröffnet, vor allem im Verwaltungsbereich, der Ausbildung und im Be-reich Materialeinsatz und –beschaffung. Diese Möglichkeiten werden von den zwei Organisationen weiter verfolgt.

Abklärungen zu möglichen weiteren Standorten wurden sowohl in Rüschlikon wie auch in Kilchberg getätigt. Ausser dem heutigen Standort an der Alten Landstrasse 166 konnte kein geeigneter Alternativstandort für die Feuerwehr mit oder ohne Werkhof gefunden werden. Aus diesem Grund kam der Gemeinderat Kilchberg im Herbst 2016 zum Schluss, eine Machbarkeitsstudie für das Gebiet Alte Landstrasse 166 in Auftrag zu geben. Es sollte herausgefunden werden, ob mit einer Sanierung bzw. Erweiterung des Gebäudes die Raumbedürfnisse von Feuerwehr und Werk-hof abgedeckt werden können.

Diese Studie vom Februar 2017 zeigt nun auf, dass eine Sanierung der bestehen-den Gebäude und der Bau einer zweiten Einstellhalle den heutigen Anforderungen der Feuerwehr gerecht werden könnte. Gegenüber dem Projekt "Im Tal" ergäbe die Realisierung an der "Alten Landstrasse 166" sogar eine Vergrösserung der Nutzflä-che. Zudem kann gemäss der Machbarkeitsstudie ein Teil des bestehenden Wohn-gebäudes weiterhin genutzt werden. Die Baukosten für den Bereich Feuerwehr und Werkhof wurden auf CHF 9 Mio (+/- 25%) veranschlagt.

Weiteres Vorgehen
Der Gemeinderat hat sich nach Kenntnisnahme der neuen Ausgangslage sowie erwarteten Kosten von rund CHF 9 Mio. für die Sanierung sowie Erstellung einer zweiten Einstellhalle im Grundsatz für eine Weiterverfolgung des Projektes "Alte Landstrasse 166" ausgesprochen. Der Gemeindeversammlung vom Juni 2017 soll dazu ein Planungskredit unterbreitet werden.

Das weitere Vorgehen wurde auch intensiv mit der Feuerwehr Kilchberg-Rüschlikon diskutiert, welche das Projekt an der Alten Landstrasse 166 unterstützt. Durch die Erweiterung einer zusätzlichen Einstellhalle können die hohen Anforderungen an Ausrückzeiten und Optimierung der Betriebsabläufe erfüllt werden.

Auch der Gemeinderat Rüschlikon wurde über dieses Vorgehen informiert. Dieser favorisiert ebenfalls das Projekt Alte Landstrasse 166 und unterstützt das Vorgehen des Gemeindesrates Kilchberg.

Gemeinderat Kilchberg

 


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