Gemeinde Kilchberg

Nachbarschaftshilfe Kilchberg im neuen Gewand

Knapp 50 Freiwillige stehen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Kilchberg im Einsatz für rund 80 Personen – momentan mehrheitlich für ältere Kilchberger und Kilchbergerinnen. Die Vermittlungsstelle steht jedoch allen Kilchberger und Kilchbergerinnen zur Verfügung, die Unterstützung brauchen.

Nachgefragt werden zurzeit vor allem Fahrdienste und Besuchsdienste. Die Nachbarschaftshilfe Kilchberg gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren. Zurzeit hat es mehr Freiwillige als solche, die Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Um die Nachbarschaftshilfe noch bekannter zu machen, wurden neue Flyer gestaltet und dieser Kilchberger-Ausgabe beigelegt. Ziel ist es, dass alle Personen in Kilchberg, die möchten, von der Nachbarschaftshilfe profitieren können. Insbesondere sollen Personen mit kleinem Budget, eingeschränkter Mobilität und wenig sozialen Kontakten auf kostenlose bzw. günstige Unterstützung zurückgreifen können. Um eine Vorstellung von möglichen Unterstützungsleistungen zu erhalten, werden hier vier verschiedene «Paare» portraitiert:
Katharina Hauenstein steht seit mehr als einem Jahr als Freiwillige im Einsatz. Seit Beginn ihres Engagements ist sie Ersatzgrosi für zwei Kinder einer Familie aus Kilchberg. Regelmässig betreut sie auch stundenweise ein weiteres kleines Mädchen, um deren alleinerziehende Mutter zu entlasten. Zu beiden Kindern und deren Familien hat sie schnell einen guten Draht gefunden und eine Beziehung zu den Kindern aufgebaut. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Kilchberg übernimmt sie zusätzlich auch mal einen Fahrdienst und hilft mit bei der Planung und Durchführung des jährlichen Jubilarenfests. Insgesamt ist sie pro Monat etwa 20 Stunden freiwillig tätig. Katharina Hauenstein hat selbst drei Kinder und war alleinerziehend. Gerne hätte sie damals mehr Zeit für ihre eigenen Kinder gehabt. Ihre Kinder sind mittlerweile erwachsen. Seit sie pensioniert ist und mehr Zeit zur Verfügung hat, will sie diese Zeit gerne anderen Kindern schenken.

Vielseitig einsetzbare Freiwillige

Seit sechs Jahren fährt Walter Mölbert Remo Aste regelmässig zu diversen Arztterminen. Remo Aste schätzt vor allem Walter Mölbert’s Zuverlässigkeit und dass er mit ihm auch über Themen ausserhalb von Krankheit sprechen kann. Er ist der Ansicht, dass nicht jeder Taxifahrer Verständnis für die Bedürfnisse einer älteren Person hat. Er brauche Zeit, sich ins Auto zu setzen und Unterstützung, um von Tür zu Tür zu gelangen. Im Durchschnitt sind es etwa fünf Stunden, welche die beiden pro Monat miteinander bei Fahrten verbringen. Walter Mölbert findet es wichtig, sich freiwillig zu engagieren, weil er den Bedarf nach freiwilligem Engagement sieht. Ausserdem findet er es spannend neue Leute kennen zu lernen. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe übernimmt er auch noch weitere Aufgaben. Nebst dem Fahrdienst zum Beispiel Unterstützung beim Ausfüllen der Steuererklärung oder anderen administrativen Aufgaben und vieles mehr.
Alma Schenkel und Verena Müller treffen sich seit Anfang 2022 alle zwei Wochen, um gemeinsam einzukaufen. Alma Schenkel ist sehr froh über die Unterstützung von Verena Müller. Sie lobt ihre «Arbeit» und dass sie immer Bescheid weiss bei Fragen. Vor Kurzem hat Verena Müller auch geholfen, Einladungskarten für das geplante Geburtstagsfest von Alma Schenkel zu gestalten und drucken. Verena Müller ist fast schon so lange als Freiwillige dabei, wie es die Nachbarschaftshilfe Kilchberg gibt. Seit fast zehn Jahren steht sie als Freiwillige etwa 10-15 Stunden pro Monat im Einsatz. Sie hilft bei administrativen Aufgaben, beim Ausfüllen der Steuererklärung, macht Fahrten zu Arztterminen oder Veranstaltungen und ist beim jährlichen Jubilarenfest in der Planung und Durchführung involviert. Verena Müller engagiert sich gerne freiwillig, da sie so neue Leute kennen lernt und die Personen dankbar für die Unterstützung sind. Sie nimmt die Unterstützung der Nachbarschaftshilfe auch selbst gerne in Anspruch. Bereits zwei Mal hat ein Freiwilliger während ihren Ferien ihre Katze «gehütet».
Anna Hüngerle-Dzadzamia ist seit einem halben Jahr als Freiwillige bei der Nachbarschaftshilfe aktiv. Sie stammt ursprünglich aus Georgien und spricht nebst einigen anderen Sprachen russisch. Aktuell steht sie im Einsatz für Olga Roshok, welche vor einigen Monaten aus der Ukraine geflüchtet ist. Anna Hüngerle-Dzadzamia hilft ihr, sich am neuen Wohnort zurecht zu finden; zeigt ihr Freizeitaktivitäten, Läden mit Produkten aus Osteuropa gegen Heimweh, übersetzt für sie Dokumente oder hilft ihr bei administrativen Aufgaben. Besonders froh ist Olga Roshok, dass sie sich auf Russisch austauschen kann. Anna Hüngerle-Dzadzamia hat schon in verschiedenen Ländern gelebt und weiss wie es sich anfühlt, in ein fremdes Land zu kommen. Aus diesem Grund steht sie Olga Roshok gerne mit Rat und Tat beim Einleben zur Seite.

Wer Unterstützung benötigt oder Interesse an einem freiwilligen Engagement hat, meldet sich telefonisch bei Filiz Düzgün 044 716 37 90 oder per E-Mail unter nachbarschaftshilfe@kilchberg.ch.

 

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