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Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmässig über aktuell laufende Projekt der Gemeinde.
Feuerwehr und Werkhof erhalten einen gemeinsamen Neubau an der Gheistrasse 84 im Gebiet «Im Tal». Der bisherige Standort an der Alten Landstrasse 166 stösst seit Jahren an seine Grenzen – mit dem Neubau schafft die Gemeinde eine zeitgemässe und langfristig geeignete Infrastruktur.
Die Feuerwehr Kilchberg-Rüschlikon und der Werkhof der Gemeinde Kilchberg befinden sich in gemeinsamen Räumlichkeiten an der Alten Landstrasse 166. Die Gebäude stammen aus dem Jahr 1970, sind stark renovationsbedürftig und erfüllen die betrieblichen Anforderungen längst nicht mehr. Für beide Nutzungen sind die vorherrschenden Platzverhältnisse längst nicht ausreichend. Über die Jahre mussten zusätzlich rund 600 m² für die Feuerwehr und 850 m² für den Werkhof auf zahlreiche Standorte ausgelagert werden, was den Betrieb überdies erheblich erschwert. Die 2019 an der Urne knapp bevorzugte Variante, eine Sanierung und Erweiterung am bestehenden Standort, wurde aufgrund von mehreren Rekursen verzögert. Der Rechtsstreit endete im Dezember 2023 vor dem Baurekursgericht. Der Gemeinderat unterlag teilweise dem Urteil und verzichtete auf einen Weiterzug des Urteils an das Verwaltungsgericht mit dem Ergebnis, dass die unterirdische Erweiterung Richtung Schellergutpark nicht realisiert werden konnte.
Nach erneuter Prüfung aller Optionen verfolgt der Gemeinderat vor diesem Hintergrund das Projekt «Neubau Im Tal» weiter, an der Gheistrasse 84 auf dem Gelände der ehemaligen Schiessanlage (Grundidee der im Jahr 2019 von den Stimmberechtigten angenommenen Variante). Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass das damalige Wettbewerbsprojekt von 2015 – mit Anpassungen an die heutigen Anforderungen – für beide Betriebe ausreichend Raum bietet und wirtschaftlicher ist als eine getrennte Lösung an zwei Standorten. Mit dieser Lösung kann direkt an das Wettbewerbsprojekt aus dem Jahr 2015 angeknüpft und damit Zeit und Kosten gespart werden. Die Gesamtkosten werden auf CHF 24,25 bis 31,50 Millionen inkl. MWST und Reserve geschätzt.
Der Neubau vereint die Feuerwehr und den Werkhof wie bisher in einem gemeinsamen Funktionsbau: Für die Feuerwehr entstehen eine grosszügige Fahrzeughalle, eine Kommandozentrale, Werkstatt- und Lagerräume sowie Garderoben- und multifunktionale Schulungs- und Arbeitsräume. Abgerundet wird die geplante Ausstattung durch einen Aussenbereich mit gedecktem Ausbildungsplatz, Parkmöglichkeiten für das Einrücken der Einsatzkräfte sowie ausreichend Raum für das Manövrieren beim Ein- und Ausparken der Einsatzfahrzeuge.
Der Werkhof erhält eine Fahrzeugeinstellhalle, Werkstätten für Malerei, Schlosserei, Schreinerei und Mechanik. Hinzu kommen Personal- und Büroräume sowie Aufenthaltsräume für das Personal. Zudem sind Garderoben und Lagerräume für Arbeitskleidung sowie ein Waschraum für Berufskleidung geplant, um den Hygienestandards gerecht zu werden. Die Aussenanlagen bieten Platz für Rangierflächen, Materiallager und das Salzsilo. Weil Feuerwehr und Werkhof bis zum Bezug des Neubaus am bisherigen Standort bleiben können, entfällt ein aufwendiger Bau unter laufendem Betrieb.
Für das künftig freiwerdende Areal an der Alten Landstrasse 166 verfolgt der Gemeinderat die Strategie «Freiraum und strategische Landreserve für künftige Generationen»:
Die Gemeinde verfügt an anderen Standorten bereits über ausreichend Wohnraum in der Zone für öffentliche Bauten, insbesondere für Asyl- und Notwohnungen. Auch weiterer Bedarf, beispielsweise für Alterswohnungen oder Räume für schulergänzende Angebote, ist durch andere Lösungen gedeckt oder besteht mittelfristig nicht.
Nach dem Rückbau der bestehenden Gebäude soll das Grundstück deshalb als Grünraum gesichert und für künftige Generationen freigehalten werden.
| Sommer 2026 Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und des Werkhofs, Architekten und Planern wird das Bauprojekt für die Baueingabe ausgearbeitet. |
| Januar 2026 Beginn der Projektierung (Vorprojekt) auf Basis des Wettbewerbs von 2015. |
| 2. Dezember 2025 Die Gemeindeversammlung bewilligt einen Projektierungskredit von CHF 1,81 Mio. für den Neubau. |
| 2024 - 2025 Machbarkeitsstudien zu Alternativvarianten, Gemeinderat entscheidet sich für den gemeinsamen Neubau von Feuerwehrdepot und Werkhof im Tal. |
| Dezember 2023 Das Baurekursgericht entscheidet den Rechtsstreit um die Bäume im Schellergutpark; die geplante unterirdische Erweiterung am alten Standort ist damit nicht realisierbar. |
| 2019 Volksabstimmung: Beide Varianten (Neubau Im Tal / Sanierung am alten Standort) werden angenommen; in der Stichfrage obsiegt die Sanierungsvariante. |
| 2015 Architekturwettbewerb: Das Projekt «armadillo» von Allemann Bauer Eigenmann Architekten und Büeler Fischli Bauingenieure geht als Siegerprojekt hervor. |
Gemeinde Kilchberg
Abteilung Hochbau/Liegenschaften
Alte Landstrasse 110
8802 Kilchberg