Bootssteg im Winter

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmässig über aktuell laufende Projekte der Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Im Bächlerquartier entsteht ein neuer Doppelkindergarten mit Mittagstisch und Tagesbetreuung an der Bächlerstrasse 33. Er ersetzt den über 50-jährigen Einfachkindergarten und bietet den Kindern aus dem Quartier wieder einen Kindergarten- und Betreuungsplatz in ihrer Nähe.

StandortBächlerstrasse 33
Kosten-
schätzung
rund CHF 5.8 Mio.
BaubeginnJuli 2027
BezugFebruar 2029
StatusAusschreibung der Bauarbeiten

Seit Ende der 1960er-Jahre steht an der Bächlerstrasse 33 ein Kindergarten für eine Klasse, darunter eine Einstellhalle. Lange genügte das. Doch Kilchberg ist in den vergangenen 20 Jahren stark gewachsen: Lebten 2002 rund 7'000 Menschen in der Gemeinde, sind es heute über 9'500 – darunter viele junge Familien. Damit steigt auch der Bedarf an wohnortsnahen Kindergarten- und Betreuungsplätzen. Wo vor zehn Jahren fünf Kindergärten genügten, braucht es heute acht bis neun. Und über 70 % der Kinder nutzen mindestens ein Betreuungsangebot wie Mittagstisch oder Hort.

Im Bächlerquartier gibt es dafür keinen Platz. Für Mittagstisch und Hort, teilweise auch für den Kindergarten selbst, gehen die Kinder ins Schulareal Brunnenmoos. Das bedeutet lange Wege für die Familien und eine zusätzliche Belastung für die Zentrumsschule. Gleichzeitig ist das bestehende Gebäude in die Jahre gekommen: Untersuchungen zur Statik und Bausubstanz haben gezeigt, dass es längerfristig nicht mehr genutzt werden kann. Eine Sanierung würde die Raumprobleme nicht lösen, eine Aufstockung ist aus statischen Gründen nicht möglich. Vor diesem Hintergrund wurde eine Weiternutzung verworfen. Der Gemeinderat entschied sich für einen Ersatzneubau – als letzten Baustein der Schulraumplanung, zu der bereits die Projekte in den Schulhäusern Dorf und Alte Landstrasse sowie das «Spinnergut» gehören. Zudem haben Abklärungen ergeben, dass ein Ersatzneubau langfristig die sinnvollste Lösung ist.

Der Kindergarten liegt mitten in einem Wohnquartier am Hang. Um für diese sensible Lage die beste Lösung zu finden, schrieb die Gemeinde im Herbst 2023 einen selektiven Projektwettbewerb aus. 20 Planerteams bewarben sich, neun wurden zum Wettbewerb eingeladen und erarbeiteten 2024 ihre Projekte. Beurteilt wurden die Einpassung ins Quartier, die Architektur, die Funktionalität, die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit.

Das Beurteilungsgremium entschied sich einstimmig für das Projekt «Millefoglie» der ARGE SEFORB s.à r.l. / Schloo GmbH, der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung im Oktober 2024. Im Vorprojekt zeigte sich, dass einzelne Kosten im Wettbewerb zu tief geschätzt waren. Mit einer moderaten Flächenreduktion konnte gegengesteuert werden, ohne den Betrieb wesentlich einzuschränken.

Im Neubau erhalten zwei Kindergartenklassen je einen eigenen Kindergarten- und Gruppenraum. Ergänzt wird das Angebot durch einen Mittagstisch mit Aufbereitungsküche, einen Aufenthaltsraum für die Tagesschule sowie Büro- und Aufenthaltsräume für Leitung und Betreuungspersonal. Herzstück des Gebäudes ist eine Wand aus Stampflehm: Sie gliedert das Innere und schafft eine warme, natürliche Atmosphäre. Links und rechts davon reihen sich lichtdurchflutete Räume mit grossen Fensterfronten.

Das Grundstück steigt von der Strasse zum Garten hin an – der Neubau liegt genau dazwischen. So lassen sich rund um das Gebäude unterschiedliche Aussenbereiche gestalten, die jeweils direkt an einen Innenraum anschliessen. Für die Kinder heisst das: kurze Wege, geschützte Orte zum Spielen und viel Kontakt zur Natur – gerade im Kindergartenalter ein wertvoller Teil von Lernen und Betreuung. In der Höhe bleibt der Neubau unter den Nachbargebäuden und passt sich so dem Quartier an.

Bei Konstruktion und Materialien setzt das Projekt auf Natürlichkeit und Langlebigkeit; die Wärme liefern künftig Erdsonden anstelle der heutigen Gasheizung. Integriert wird zudem eine neue Einstellhalle, denn seit 1976 ist die Gemeinde vertraglich verpflichtet, auf dem Grundstück acht Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

Weil das Gebäude flexibel konzipiert ist, kann es sich wandelnden Kinderzahlen und Betreuungsbedürfnissen anpassen. So bleibt das Bildungs- und Betreuungsangebot in Kilchberg auch langfristig gesichert.

November 2026
Ausführungsplanung.
27. September 2026
Die Stimmberechtigten genehmigen an der Urne den Objektkredit für die Realisierung von CHF 5,19 Mio.
Sommer 2026
Abschluss des Baubewilligungsverfahrens.
April 2026
Bauprojekt abgeschlossen; das Baugesuch wird eingereicht.
17. Juni 2025
Gemeindeversammlung bewilligt den Objektkredit von CHF 475'000 für die Projektierung.
Dezember 2024
Start Vorprojekt; die Wettbewerbsbeiträge werden an der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2024 ausgestellt.
November 2024
Gemeinderat bewilligt Objektkredit von CHF 300'000 inkl. MWST für das Vorprojekt.
Oktober 2024
Gemeinderat bestätigt das Siegerprojekt “Millefoglie”.
Herbst 2023
Ausschreibung des selektiven Projektwettbewerbs; 20 Teams bewerben sich, neun davon werden zum Wettbewerb eingeladen.
März 2023
Gemeinderat bewilligt den Kredit für den Projektwettbewerb.

bis Herbst 2026Ausschreibung der Bauarbeiten.
Juli 2027Baubeginn: Der bestehende Kindergarten wird geräumt und zurückgebaut.
Dezember 2028Fertigstellung und Übergabe des fertigen Gebäudes an die Gemeinde.
Februar 2029Inbetriebnahme: Bezug durch Kindergarten und Tagesbetreuung.

Feuerwehr und Werkhof erhalten einen gemeinsamen Neubau an der Gheistrasse 84 im Gebiet «Im Tal». Der bisherige Standort an der Alten Landstrasse 166 stösst seit Jahren an seine Grenzen – mit dem Neubau schafft die Gemeinde eine zeitgemässe und langfristig geeignete Infrastruktur.

StandortGheistrasse 84, Im Tal
KostenschätzungCHF 24,25–31,50 Mio.
Baubeginn2028
BezugWinter 2030/2031
StatusAusarbeitung der Baueingabe

Die Feuerwehr Kilchberg-Rüschlikon und der Werkhof der Gemeinde Kilchberg befinden sich in gemeinsamen Räumlichkeiten an der Alten Landstrasse 166. Die Gebäude stammen aus dem Jahr 1970, sind stark renovationsbedürftig und erfüllen die betrieblichen Anforderungen längst nicht mehr. Für beide Nutzungen sind die vorherrschenden Platzverhältnisse längst nicht ausreichend. Über die Jahre mussten zusätzlich rund 600 m² für die Feuerwehr und 850 m² für den Werkhof auf zahlreiche Standorte ausgelagert werden, was den Betrieb überdies erheblich erschwert. Die 2019 an der Urne knapp bevorzugte Variante, eine Sanierung und Erweiterung am bestehenden Standort, wurde aufgrund von mehreren Rekursen verzögert. Der Rechtsstreit endete im Dezember 2023 vor dem Baurekursgericht. Der Gemeinderat unterlag teilweise dem Urteil und verzichtete auf einen Weiterzug des Urteils an das Verwaltungsgericht mit dem Ergebnis, dass die unterirdische Erweiterung Richtung Schellergutpark nicht realisiert werden konnte.

Nach erneuter Prüfung aller Optionen verfolgt der Gemeinderat vor diesem Hintergrund das Projekt «Neubau Im Tal» weiter, an der Gheistrasse 84 auf dem Gelände der ehemaligen Schiessanlage (Grundidee der im Jahr 2019 von den Stimmberechtigten angenommenen Variante). Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass das damalige Wettbewerbsprojekt von 2015 – mit Anpassungen an die heutigen Anforderungen – für beide Betriebe ausreichend Raum bietet und wirtschaftlicher ist als eine getrennte Lösung an zwei Standorten. Mit dieser Lösung kann direkt an das Wettbewerbsprojekt aus dem Jahr 2015 angeknüpft und damit Zeit und Kosten gespart werden. Die Gesamtkosten werden auf CHF 24,25 bis 31,50 Millionen inkl. MWST und Reserve geschätzt.

Der Neubau vereint die Feuerwehr und den Werkhof wie bisher in einem gemeinsamen Funktionsbau: Für die Feuerwehr entstehen eine grosszügige Fahrzeughalle, eine Kommandozentrale, Werkstatt- und Lagerräume sowie Garderoben- und multifunktionale Schulungs- und Arbeitsräume. Abgerundet wird die geplante Ausstattung durch einen Aussenbereich mit gedecktem Ausbildungsplatz, Parkmöglichkeiten für das Einrücken der Einsatzkräfte sowie ausreichend Raum für das Manövrieren beim Ein- und Ausparken der Einsatzfahrzeuge. 

Der Werkhof erhält eine Fahrzeugeinstellhalle, Werkstätten für Malerei, Schlosserei, Schreinerei und Mechanik. Hinzu kommen Personal- und Büroräume sowie Aufenthaltsräume für das Personal. Zudem sind Garderoben und Lagerräume für Arbeitskleidung sowie ein Waschraum für Berufskleidung geplant, um den Hygienestandards gerecht zu werden. Die Aussenanlagen bieten Platz für Rangierflächen, Materiallager und das Salzsilo. Weil Feuerwehr und Werkhof bis zum Bezug des Neubaus am bisherigen Standort bleiben können, entfällt ein aufwendiger Bau unter laufendem Betrieb.

Für das künftig freiwerdende Areal an der Alten Landstrasse 166 verfolgt der Gemeinderat die Strategie «Freiraum und strategische Landreserve für künftige Generationen»: 

Die Gemeinde verfügt an anderen Standorten bereits über ausreichend Wohnraum in der Zone für öffentliche Bauten, insbesondere für Asyl- und Notwohnungen. Auch weiterer Bedarf, beispielsweise für Alterswohnungen oder Räume für schulergänzende Angebote, ist durch andere Lösungen gedeckt oder besteht mittelfristig nicht.

Nach dem Rückbau der bestehenden Gebäude soll das Grundstück deshalb als Grünraum gesichert und für künftige Generationen freigehalten werden.

Sommer 2026
Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und des Werkhofs, Architekten und Planern wird das Bauprojekt für die Baueingabe ausgearbeitet.
Januar 2026
Beginn der Projektierung (Vorprojekt) auf Basis des Wettbewerbs von 2015.
2. Dezember 2025
Die Gemeindeversammlung bewilligt einen Projektierungskredit von CHF 1,81 Mio. für den Neubau.
2024 - 2025
Machbarkeitsstudien zu Alternativvarianten, Gemeinderat entscheidet sich für den gemeinsamen Neubau von Feuerwehrdepot und Werkhof im Tal.
Dezember 2023
Das Baurekursgericht entscheidet den Rechtsstreit um die Bäume im Schellergutpark; die geplante unterirdische Erweiterung am alten Standort ist damit nicht realisierbar.
2019
Volksabstimmung: Beide Varianten (Neubau Im Tal / Sanierung am alten Standort) werden angenommen; in der Stichfrage obsiegt die Sanierungsvariante.
2015
Architekturwettbewerb: Das Projekt «armadillo» von Allemann Bauer Eigenmann Architekten und Büeler Fischli Bauingenieure geht als Siegerprojekt hervor.

Sommer 2027Abschluss der Projektierung und Baueingabe
Ende 2027Urnenabstimmung über den Objektkredit für die Ausführung
2028Baubeginn
Winter 2030/2031Inbetriebnahme des Neubaus und Abnahme der Bauabrechnung an der Gemeindeversammlung
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