Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947), der wohl bedeutendste Westschweizer Autor des 20. Jahrhunderts ist der grosse Erzähler der welschen Schweiz. Mit «Sturz in die Sonne» hat er ein packendes Weltuntergangsszenario geschaffen. Seine Sprache ist hart, scharf und kantig, seine Sätze kurz und prägnant. Mit dieser Sprache bringt er uns die Bauern, die Fischer und Winzer des Genfersees sinnenhaft nahe. Zu Beginn des Romans erfreuen sich die Menschen am Ufer des Genfersees noch am sonnigen, heissen Wetter, bis sie realisieren, dass die Entdeckung der Wissenschaft wahr ist: Ein Unfall im Gravitationssystem lässt die Erde in die Sonne zurückstürzen. Als die Bäume verdorren, die Gletscher schmelzen und die soziale Ordnung zu zerfallen beginnt, schlägt die Freude in Angst um - die Welt gerät aus den Fugen.
Dank der Stimme des Schauspielers und Sprechers Thomas Sarbacher wird Ramuz‘ Roman für uns lebendig. Sarbacher erlangte durch seine Film- und Fernsehtätigkeit, aber auch durch seine Lesungen im Zürcher Literaturhaus breite Bekanntheit.
Freier Eintritt für Mitglieder

